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Globalisierung und Siegerland: positive industrielle Wirklichkeit Deutsch-korenanische Wirtschaftskooperation bei Oberflächen-high-tech

Siegen 12.09.1998


Am 12. und 13.09.1998 findet das zweite Treffen deutsch-koreanischer Spezialisten für Vakuum- und Plasmatechnik im Siegerland statt. Der Grundstein wurde bei der ersten Runde im Oktober 1997 in Korea gelegt.

Die Einladung erfolgte durch das Mitglied der deutschen Gruppe, Dr. Reinar Grün, PlaTeG GmbH, Siegen.

Die Wirtschaftsförderung des Kreises Siegen-Wittgenstein sowie MdB Paul Breuer sind aktiv bei Vorbereitung und Durchführung dieses Treffens beteiligt. Weiterhin wird das Treffen durch den regionalen Arbeitskreis Oberflächentechnik unterstützt.

Allgemeiner Hintergrund:

Vor mehreren Jahren wurde durch die deutsche und die koreanische Regierung beschlossen, die Deutsch-Koreanischen Zusammenarbeiten zu fördern. Ein solcher Kooperationsvertrag wurde am 28.05.1997 durch die beiden Wirtschaftsminister unterzeichnet. Um diese Absichtserklärungen auch mit Leben zu füllen, hatte im Oktober 1997 das koreanische Wirtschaftsministerium zu einer konstituierenden Sitzung der Deutsch-Koreanischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Vakuum- und Plasmaoberflächentechnik geladen. Von deutscher und koreanischer Seite waren Forschung und Industrie gleichermaßen vertreten.

Dr. Reinar Grün von der PlaTeG GmbH aus Siegen war als Repräsentant der deutschen mittelständischen Industrie für diese modernen Techniken mit eingeladen. Zur Fortsetzung dieser Gespräche und Kooperationen erfolgte die aktuelle Gegeneinladung durch Dr. Grün.

Fachlich-technischer Hintergrund

Das internationale Interesse an modernster Oberflächentechnik zum Verschleiß- und Korrosionsschutz nimmt weltweit stark zu.
So wird seit 10 Jahren eine international anerkannte Konferenz über Plasmaoberflächentechnik in Deutschland durchgeführt (Plasma Surface Engineering PSE)

Zur Intensivierung der europäisch-asiatischen Zusammenarbeiten fand im vergangenen Jahr eine entsprechende asiatisch-europäisch Konferenz zur Plasmaoberflächentechnik in Seoul, Korea statt. Dort wurden insbesondere die modernsten Anlagen- und Verfahrenstechniken aus Deutschland präsentiert, welche auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse industriell eingesetzt werden. In Korea war hierbei von besonderem Interesse, auf welchem hohen Niveau und in welchem Umfang in Deutschland diese Technik bereits industriell genutzt wird. Anhand von vielen praktischen Beispielen aus dem industriellen Alltag konnte die Überlegenheit der neuen Techniken unterstrichen werden.

Die Präsentationen auf der damaligen Konferenz hatten auf koreanischer Seite außerordentliches Interesse geweckt. Um diese vorgestellten Technik auch in der industriellen Praxis sehen zu können, wurde die Gelegenheit genutzt, nach Siegen zu kommen.

Es hat sich national und international herumgesprochen, daß hier in Siegen ein Kompetenzzentrum entstanden ist, welches für Oberflächentechnik von Werkzeugen und Maschinenteilen aus Stahl viele Vorteile bietet. Die modernste umweltfreundliche Technik zur Vakuum- und Oberflächenbehandlung wird hier auf hohem Niveau praktiziert. Im Vordergrund stehen dabei zwei mittelständische Firmen:

Siegener Werkzeugfabrik SWF als regionaler und überregionaler Anbieter von Dienstleistungen zur Vakuum-Härtetechnik. Durch laufende Neuinvestitionen werden hier modernste Techniken eingesetzt, um Werkzeuge und Maschinenteile mit höchster Präzision behandeln zu können.

PlaTeG GmbH ist Anbieter modernster Plasmaoberflächentechnik zum Verschleiß- und Korrosionsschutz von Stahl. Auf der Grundlage dieser Plasmatechniken werden laufend neue Verfahren entwickelt, die in die verschiedensten Industriezweige reichen.

Dies betrifft beispielsweise auch die Oberflächenbehandlung von Kunststoffteilen, um diese besser bedrucken oder einfärben zu können. Auch zur Aufarbeitung und Restaurierung von archäologischen Funden wird diese Technik inzwischen eingesetzt. Weitere neue Felder sind sowohl die Reinigung und Entfettung von Teilen als auch die Sterilisation von medizinischen Geräten, Implantaten etc.

Neben dem Anlagenbau und der Entwicklung neuer Verfahren werden auch Plasmaoberflächenbehandlungen als Dienstleistung regional angeboten.

Dieses außerordentlliche Interesse aus Übersee an der deutschen Technik im Mittelstand kann als typisches Beispiel dafür angesehen werden, daß diese Technik international anerkannt ist und die entsprechende Nachfrage besteht. Nach Aussage von Dr. Grün ist diese Resonanz einerseits sehr ermutigend, jedoch andererseits bedauerlicherweise in Deutschland nicht so ausgeprägt. So werden hier neue Technologien immer noch sehr skeptisch betrachtet und nur zögerlich und schleppend umgesetzt.

Den Gästen aus Übersee wird als weitere Spezialität die reizvolle landschaftliche Umgebung präsentiert. Gut in Erinnerung bleiben werden neben dem Erholungsgebiet Naturpark Rothaargebirge auch historische Stätten wie Ginsburg, Oberes Schloß Siegen, Freudenberg mit dem Fachwerk des 'Alten Flecken'.

Perspektiven und Ziele

Hauptziel der Zusammenkunft ist die Erarbeitung konkreter Aufgaben zur deutsch-koreanischen Zusammenarbeit auf industrieller Ebene. Die Beteiligten sind einerseits in der universitären Forschung tätig, andererseits Spezialisten aus der industriellen Praxis.

So wurden bereits erste Schritte auf dem Gebiet der Plasmaoberflächen-technologien unternommen, indem Informationen und Strukturen für Datenbanken ausgetauscht wurden. Für Ausbildung und Schulung erfolgte Personalaustausch und ist weiterer geplant. Spezielle Industrieprojekte sollen gemeinsam auf der Grundlage neuer Technologien entwickelt werden. Die Erarbeitung von Standards für internationale Märkte, insbesondere für den fernen Osten, sind ein interessantes Feld, um die Exportmöglichkeiten neuer Techniken aus Deutschland in den fernen Osten zu verbessern.

Die zur Zeit im fernen Osten bestehende Finanzkrise führt zwar zu einigen Verzögerungen auf diesen Gebieten, jedoch ist der gesamte fernöstliche Markt so dynamisch, daß nach Einschätzung der deutschen Beteiligten in absehbarer Zeit starke Bewegung in diese Märkte kommen wird. Dabei ist es von höchstem Interesse, zu Beginn solch neuer Dynamik bereit zu sein und schnell reagieren zu können.

Die auf dem Workshop erarbeiteten Ergebnisse werden in der folgenden Woche, am 16. und 17.09.98 in Korea präsentiert. Eine deutsche Wirtschaftsdelegation wird in dieser Zeit in Korea zu einem Arbeitstreffen sein, welches vom Bundeswirtschaftsministerium in Zusammenarbeait mit dem BDI organisert ist.

Diese Delegationsreise findet im Zusammenhang mit dem Besuch des Bundespräsidenten Herzog in Korea statt. Hieran kann ermessen werden, welch hohe Priorität von deutscher Seite aus an diesen engen Kooperationen besteht.

Die Arbeitsgruppe "Vakuum- und Plasmaoberflächentechnik" soll auf dem Gebiet des Transfers modernster umweltfreundlicher Technik aus Deutschland eingebunden werden.

Besonders hervorzuheben ist hierbei, daß der deutsche Mittelstand, wie auf so vielen Gebieten, auch hier ein Vorreiterrolle spielt.

 


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